Tierherberge Offenburg

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Max
Max

Unser Max, ein 2005 geborener, unkastrierter Altdeutscher Schäferhund-Rüde, ist ein sehr schwieriger Hund. Er hat in seinem bisherigen Leben nicht viel Gutes erfahren. Er kam im Dezember 2009 als Fundtier zu uns, durch verlässliche Quellen wissen wir jedoch, wem er zuvor gehörte.

Er wurde jahrelang alleine, ohne jegliche Sozialkontakte in einem verlassenen Schrebergarten gehalten. Dort bekam er von der Außenwelt und einem normalen Hundeleben nicht viel mit. Zuneigung und Erziehung durfte er wahrscheinlich niemals genießen. 

Als Max zu uns kam, war er natürlich ziemlich verunsichert von seinem plötzlichen Tapetenwechsel. Wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben war er außerhalb des besagten Gartens.

Er verhielt sich von Anfang an auffällig. Er war aufgewühlt und wie schon erwähnt unsicher. Uns Mitarbeitern gegenüber war er anfangs recht freundlich, zeigte aber klar, was er wollte und was nicht. Und mit der Vertrautheit der Umgebung stieg auch sein Selbstbewusstsein, das mitunter auch aggressive Züge annehmen kann. Anfangs nur, wenn man etwas von ihm wollte (Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“), später dann schon auch schon einmal alleine bei der Annäherung an ihn.

Er wurde schnell sehr dominant und zeigte, dass er in seinem bisherigen Leben noch niemals eine Führung erlebt hatte und es gewohnt war der alleinige „Chef“ zu sein. Diese Position wollte er auch nicht aufgeben.

Wir haben natürlich versucht, schnell auf seine Verhaltensänderung zu reagieren und bezogen einen Hundetrainer mit ein. Dieser bestätigte uns nach dem Kennenlernen in der Meinung, dass Max in dem Umfeld eines Tierheims keine Chance auf eine Besserung hätte. Er hätte möglichst schnell eine feste Bezugsperson, eine stressfreie Umgebung und ein sehr intensives Training gebraucht – was sich in einem Tierheim nicht umsetzen lässt.

Max‘ Verhalten verschlechterte sich zusehends, weshalb der Sicherheit wegen auch seine täglichen Spaziergänge gestrichen werden mussten. Er versuchte immer wieder, seinen Willen bei den Mitarbeitern durchzusetzen, auch wenn dazu körperlicher Einsatz notwendig war.

Max liebt es, Bälle zu holen, und das nutzen wir aus, um ihn körperlich auszulasten. Man kann ihm seinen geliebten Tennisball stundenlang werfen, ohne dass Langeweile bei ihm aufkommt. Und dafür tut er sogar etwas: er macht „Sitz“, wenn man es fordert, und man kann auch ein wenig seine Geduld trainieren indem er ein wenig warten muss bis sich sein „Herrchen“ entscheidet, den Ball zu werfen. Und das funktioniert.

Aus Sicherheitsgründen haben wir gegenwärtig keinen direkten Kontakt zu Max, sondern achten immer darauf, dass sich zwischen ihm und uns ein Gitter befindet. Aber in kleinen Schritten nähern wir ihm uns ihm dadurch wieder an, dass das Tor zum Auslauf geöffnet wird, auf dem die Bällchenspiele stattfinden, und der Ball dann nicht durch den Zaun, sondern direkt herausgeholt wird. Max legt den Ball immer brav hin, geht dann einige Schritte zurück und wartet bis zum nächsten Wurf.

Max hat täglich mehrere Stunden Auslauf auf einer großen umzäunten Wiese, die auch nachts sein Revier ist.

Wir arbeiten täglich mit schwierigen Hunden, an die sich andere nicht mehr herantrauen, doch Max ist ein Grenzfall. Max tut uns unendlich leid, und wir können die Hoffnung in ihn nicht aufgeben. Wenn man ihm zusieht, wie freudig und mit welch glänzenden Augen er stundenlang Bällchen holt, kann man das einfach nicht.

Max braucht einen Menschen, der ihm zum ersten körperlich überlegen ist und sich im Fall der Fälle wehren kann. Er muss zudem in sehr, sehr erfahrene Hände kommen, da alles andere verantwortungslos wäre. Man muss immens viel Geduld und Zeit in ihn investieren um ihn wenigstens einigermaßen „normal“ handeln zu können. In einem Tierheim sind diese Rahmenbedingungen allerdings nicht gegeben. Es wird ein langer, schwieriger Weg werden, ein Vertrauensverhältnis zu Max aufzubauen. Aber aus unserer Sicht ist es machbar, wenn die Voraussetzungen stimmen.

 

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